Sigi Hrad-Rynda


Graz im Bild über Urgestein Sigi Hrad-Rynda - die Malkönigin

Sigi Hrad-Rynda ist in der Grazer Kunstszene so etwas wie eine Legende, Bewunderer nennen sie die Mal-Königin. Nach wie vor bringt die 66-Jährige Kindern das Malen bei.

Ein Gespräch mit Sigi Hrad-Rynda ist auch eine Art Zeitreise in die Grazer Kulturszene. Ihren Geburtsjahrgang 1941 bezeichnet sie als einen besonders kreativen Jahrgang. Leider haben mich die meisten aus dieser Zeit bereits verlassen, klagt die nach wie vor aktive Künstlerin. Wolfgang Bauer, Günther Falk, Hans Jörg Schlick, Gregor Traversa, alle sind tot. Nur Herwig Kreutzbruck lebt noch, allerdings geht es ihm nicht wirklich gut. Ebenso wie einem ihrer damaligen Freunde, dem Maler Edwin Eder. Schlaganfall. Sigi war damals in der Forum-Stadpark-Szene zu Hause und erinnert sich auch noch an den legendären Club Café 62 in der Bürgergasse, wo spätere Jazz-Größen wie Erich Bachträgl und Manfred Josel probten. Das war eine sehr kreative Zeit. Sigi Hrad-Rynda, die an der Kunstgewerbeschule in Graz studierte, an der Kunstakademie Wien, an der Sobonne in Paris, war immer die absolut Freischaffende. Die einzige Anstellung ihres Lebens hatte sie als Ferialpraktikantin bei Kastner & Öhler. Früher nahm sie jeden Job, der nur denkbar war. Sie war hübsch, jung, also agierte sie als Model, sie arbeitete als Graphikerin bei der Neuen Zeit und der Kleinen Zeitung.

1973 gründete sie die 1. Grazer Malschule für Kinder. Ein Hauptanliegen für die Künstlerin, die selbst Ausstellungen in Österreich, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Bolivien und Peru präsentieren konnte. Sigi Hrad-Rynda hat heute sechs Enkelkinder. Ihre eigenen Kinder sind auch einen selbstständigen Weg gegangen. Esther (48) studierte Medizin, Ivo (43) beschäftigt sich mit Nachrichtentechnik, Aaron (32) hat sich für Industrie-Design entschieden und Geraldine tritt voll in die Fußstapfen ihrer Mutter. Sie hat selbst schon vier Kinder und wird auch die derzeitige Malschule, die Hrad-Rynda in der Politechnischen Schule in der Grazer Herrgottwiesgasse 160 eröffnet hat, führen. In ihreren Malgruppen werden Kinder ab dem 4. Lebensjahr unterrichtet.

Sigi Hrad-Rynda war immer eine Einzelkämferin. Ihren Optimismus und ihre Kraft hat sie nie verloren. Und so kämpft sie unermüdlich weiter für die Kunst und die Ausbildung von Kindern.

 
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